Der Islam gehört verboten

Nach der zur Staatsaffäre ausgewachsenen Veröffentlichung von nicht einmal besonders lustigen Mohammed-Karikaturen in der dänischen Tageszeitung Jyllands Posten ("Jütland Post") dreht die arabisch-islamische Welt frei; verschiedene arabische Länder haben ein Eingreifen der dänischen Regierung und eine Bestrafung des Chefredakteurs gefordert, boykottieren dänische Waren und greifen jetzt sogar dänische Helfer in arabischen Ländern an. Auf den ersten Blick sieht das aus wie eine Reaktion von übereifrigen Religionsanhängern, denen der Sinn für Humor und dreihundert Jahre Aufklärung fehlen.

Warum aber drehen vor allem Muslime so durch, wo doch ihre Religion die jüngste Weltreligion ist und angeblich auch die humanste. Fehlen den Muslimen einfach ein paar Jahrhunderte Religionsmodernisierung? Ich fürchte, so leicht ist das nicht. Muhammed und seine Nachfolger haben Staat und Religion so miteinander verwoben, daß eine Trennung von Kirche und Staat kaum vorstellbar ist. Muhammed war nämlich nicht nur Prophet und Religionsstifter, er war auch politischer Führer und Feldherr . (Und Kaufmann, nachdem er eine reiche Witwe geheiratet hat.) Der aus seinem Wirken entstandene Islam ist also nicht nur eine Religion, sondern eigentlich eine allumfassende Ideologie, die als Staatsform eine Theokratie verlangt, das sogenannte Kalifat, mit einem Nachfolger Mohammeds als Amtsinhaber. Papst und Präsident in einem.

Allerdings sind wohl seit 1258 aufgrund der Zersplitterung der islamischen Welt alle Versuche gescheitert, ein neues Kalifat zu errichten; ein echter Kalif wäre nämlich auch politisches Oberhaupt aller Moslems, aber da sind die jeweiligen Machthaber in den arabischen Ländern seit Jahrhunderten stets davor. Statt Kalifat gibt es vor allem die islamische Monarchie (Saudi-Arabien, Jemen etc.) oder in modernerer Form die Islamische Republik im Iran, deren Führer die Macht wegen ihres "in die Verborgenheit entrückten" letzten Kalifen Muhammad al-Mahdi nur treuhänderisch verwalten, bis er als Erlöser wieder auftaucht.

Der einzige, der es geschafft hat, den Islam dem Staat unterzuordnen, ist Mustafa Kemal Atatürk, der seinem Volk aber auch die lateinische Schrift, den Gregorianischen Kalender, das metrische System, den Sonntag statt Freitags als wöchentlichen Feiertag, das Schweizer Zivilrecht, das deutsche Handelsrecht und das italienische Strafrecht aufs Auge gedrückt hat. Kein Wunder, das die Türken ihn fast wie einen Gott anbeten. Was die Araber jetzt bräuchten, wäre ein Atatürk, der als Kalif anerkannt ist. Einer, der dann alle Moscheen dem Staat übereignet, alle Imane verbeamtet oder umschult, die arabische Schrift und das Tragen von Hidschab und Tschador verbietet, Frauen das Wahlrecht gibt, das stattliche Abhacken von Gliedmassen einstellt und die Lautstärke der Muezzin beschränkt. Zum Ausgleich gibt es das metrische System für alle, das Grundrecht auf eine Pilgerfahrt nach Mekka, die Abschaffung der Almosensteuer und der Fastenzeit. Ach ja, und Lesen und Schreiben müssen dann alle lernen – dass Muhammed Analphabet war gilt dann nicht mehr als Entschuldigung. Leider ist ein Kalif Atatürk nicht in Sicht; Saddam Hussein wäre es gerne gewesen, aber da waren die Amerikaner davor.

Für Europa und Deutschland bleibt nur, die meisten gängigen Formen des Islam als verfassungsfeindlich einzustufen und gegebenenfalls zu verbieten, insbesondere alles, was aus Saudi-Arabien kommt – da sind nämlich die Wahhabiten beheimatet, eine militante, dogmatische und reformfeindliche Richtung des Islam, die auf diesem Planeten keinen Platz haben darf, weil sie noch in tausend Jahren bedenkenlos im Namen Allahs morden wird, wenn man diese Ideologie nicht ausrottet. Die Wahhabiten erkennen z.B. die Schiiten nicht als Moslems an, sondern als Abtrünnige, die die Todesstrafe verdienen.

Manche Ideologien sind wie Infektionskrankheiten, und müssen auch so bekämpft werden – die Ideologien, nicht die kranken Menschen, die man vielleicht heilen kann. Denn sie wissen nicht, was sie tun. Die Krankheit Islam ist dabei recht ansteckend: Man muss nur in ehrlicher Absicht sagen: "Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt außer (dem einzigen) Gott und Mohammed ist der Gesandte Gottes." und schon ist man Moslem. Aber halt, bloß nichts überstürzen, raus kommt man dann nicht mehr so einfach, da ähnelt der Islam der Mafia: Wer raus will, wird mit dem Tod bestraft. Und das wird z.B. im Jemen sogar heute noch praktiziert, auch wenn man das nicht gern an die grosse Glocke hängt. Die Sunniten hingegen sind der zumindest der Auffassung, man müsse das islamische Recht weiterentwickeln und veränderten Zeiten und Umständen anpassen; leider haben die mit Saddam Husseins Sturz viel Einfluss verloren.

Die Schiiten habe sich übrigens gleich nach Mohammeds Tod abgespalten, weil die den Schwiegersohn Ali als Nachfolger von Muhammed sehen wollten; deshalb setzen sie hinter das Glaubensbekenntnis auch noch ein "und Ali ist der Freund Gottes". Außerdem verehren Sie noch ihre zwölf Kalifen, vor allem den letzten, der sich durch Verschwinden vor dem Tod gerettet hat, dessen Existenz aber von anderen Glaubenrichtungen komplett bestritten wird. Also, ich selbst glaube an Gott, den einen allmächtigen Gott, der das Universum geschaffen hat zu seiner und zu meiner Erbauung. Es fällt mir auch recht leicht an Gott zu glauben, da ich vor Jahren das grosse Glück einer Epiphanie hatte; Gott hat mich persönlich einen Blick auf das Universum werfen lassen, mit seinen Augen.

Wenn Muhammed und Jesus und andere so etwas regelmäßig hatten, wundere ich mich nicht, das sie eine Religion daraus machen mussten. Mit dem, was ich durch Gott sehen konnte, haben die religiösen Schriften zunächst wenig zu tun, aber nach meiner Epiphanie habe ich in so mancher Religion Dinge wiedererkannt, so wie bei einer schlechten Übersetzung einer japanischen Bedienungsanleitung oder eines technischen Textes durch technisch unbedarfte Übersetzer den Sinn erst versteht, wenn man ihn zurückübersetzt und eh Bescheid weiss.

P.S.: Die Amerikaner hätten lieber Saudi-Arabien besetzen sollen, da herrschen schlimmere Sitten als bei Saddam. Und die Dänen sollten ihre Muslime, die die Bilder in die arabische Presse getragen haben zu anderen Humorlosen schicken.

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